Denny im Interview vor dem Berlin Marathon

Wir trafen Denny vor dem Berlin Marathon in Leipzig zu einem Interview.

Am Sonntag ist es wieder soweit. Beim 44. Berlin-Marathon laufen, skaten und rollen mehrere zehntausend Teilnehmer durch die Haupstadt. Darunter sind auch viele unserer Sportler, die in Berlin ihren Haptwettkampf im Herbst absolvieren. Zu diesen zählt auch Denny. Denny trainiert seit Ende 2016 nach unseren Trainingsplänen und peilt nun bei seinem 2. Marathon eine neue Bestzeit an. Wir trafen Denny letzte Woche zu einem gemeinsame Training in Leipzig und nutzten die Gelegenheit für ein Interview.

Hallo Denny, diese Woche ist es soweit. Am Sonntag fällt der Startschuss zum Berlin Marathon und du wirst an der Startlinie stehen. Wie fühlst du dich und überwiegt derzeit die Nervosität oder eher die Vorfreude?

Momentan bin ich noch entspannt. Ab Donnerstag und Freitag geht es dann so richtig los. Dann steht das Packen an, dann realisiert man so langsam, dass es endlich los geht. Vorfreude ist auf jeden Fall da. Aber die letzten beiden Wochen im Training waren von der Motivation her schwierig. Dann möchte man einfach nur noch an die Startlinie und Leistung bringen. Das Training lief aber sehr gut, dadurch freue mich total auf Berlin.

Wie bist du überhaupt zum Laufen gekommen?

Ich habe mal 90 Kilo gewogen. Damals habe ich kaum Sport getrieben und mich ungesund ernährt. Das hat sich irgendwann geändert. Ich habe mit Kalorienzählen begonnen und mit Laufen angefange. Das war 2013. In den folgenden Jahren habe ich mal mehr, mal weniger Lauftraining betrieben. So richtig gezielt auf einen Wettkampf habe ich mich erst Ende 2015 (für den Halbmarathon beim Oberelbemarathon 2016) vorbereitet. Zuvor war ich zwar schon Schiedsrichter, seit 2009, jedoch war Laufen da nie eine große Freude. Das kam so richtig dann erst in den letzten Jahren. Nach den ersten Wettkämpfen wollte ich etwas Struktur in das ganze bringen und kam so Ende 2016 zu Lauftraining.com.

Du trainierst seit Ende 2016 nach unseren Trainingsplänen und konntest dieses Frühjahr über die Halbmarathondistanz deine Bestzeit deutlich steigern. Wie verlief bisher deine Vorbereitung auf den Berlin Marathon?

Die Vorbereitung auf den Berliner Halbmarathon Anfang April 2017 war der erste Wettkampf, auf den ich mich mit Lauftraining.com vorbereitet habe. Zunächst war ich überrascht, dass die Trainings alle etwas entspannter als meine eigenen Einheiten waren, dafür in der Anzahl und in der Strukturierung deutlich umfangreicher. Ich habe erkannt, wie man richtige Trainingsreize setzt. So konnte ich meine Halbmarathonbestzeit um über 10 Minuten auf 1:28h steigern. Und das in nur 11 Monaten. Das hat mir gezeigt, was durch Strukturierung und Plan alles möglich ist. Mein Coach Ronny hat dabei ein gutes Händchen für die Trainingsverteilung. Die Vorbereitung auf Berlin lief auch gut. Ich habe mal zwei längere Läufe weglassen müssen, aber die letzten Wochen zeigen mir, wie gut ich vorbereitet bin! Ich fühle mich topfit.

Welche Ziele hast du dir persönlich für den Berlin Marathon gesteckt?

In Berlin laufe ich erst meinen zweiten Marathon. Die Vorbereitung war aufgrund des Trainingsplanes umfangreicher, aber effizienter. Letztes Jahr im Oktober habe ich in Dresden meine Bestzeit von 3:26h aufgestellt. Diese möchte ich in Berlin deutlich unterbieten. Außerdem freue ich mich sehr, die Atmosphäre und die Strecke zu genießen!

Auf was freust du dich in Berlin ganz besonders?

So viele Läufer, eine Fernsehübertragung, internationale Stars. Das macht diesen Lauf zu etwas ganz besonderem!

Wie sehen die letzten Tage bis zum Startschuss für dich aus?

Am Freitag bekomme ich noch mein Abschlusszeugnis vom Studium. Da steht nochmal eine kleine Feierlichkeit an. Nichtsdestotrotz achte ich Freitag und Samstag auf Kohlehydratreiche Ernährung. LAUFTRAINING.com hat mir dafür ein Rezept für ein Sportgetränk gegeben. Ansonsten achte ich auf viel Schlaf und wenig Belastung, damit ich Sonntag fit bin! Die Nächte davor verbringe ich mit meiner Freundin. Ich entschuldige mich schon jetzt, weil ich weiß, dass ich vor Wettkämpfen ziemlich anstrengend bin. Bei mir muss alles nach Plan laufen. Wenig Bewegung, viel Schlaf, gezielte Ernährung. Da bin ich etwas eigen und auch egoistisch :D

Am Samstag Abend werde ich sehr aufgeregt sein und auch kaum schlafen können. Das war bisher immer so. Und auf dem Weg zur Startlinie, und bis der Startschuss fällt ist mir auch meist sehr schlecht vor Nervosität. Aber mit dem Startschuss steigt das Adrenalin. Und dann bin ich im Tunnel und bekomme von dem Rundherum meistens nicht mehr viel mit.

Lieber Denny, wir wünsche dir viel Erfolg für deinen 2. Marathon in Berlin.